Einsatzbereiche

Kaum ein Berufsfeld ist so vielfältig wie das des Grafik-Designers. Das liegt auch und vor allem an den technischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Formate wie Printmedien, Internet, Fernsehen und andere lassen sich zunehmend schlechter voneinander abgrenzen, weil die Grenzen immer fließender werden. Das bringt neue Herausforderungen, aber auch ungeahnte neue Einsatzmöglichkeiten von Grafik-Design mit sich.

Die Klassiker des Berufsfeldes sind sicherlich Print-Produkte, wie Visitenkarten, Briefpapier, Logos, Anzeigengestaltung und Plakat-Design. Doch auch im Bereich Druckerzeugnisse gibt es reichhaltige Möglichkeiten, sich kreativ auszutoben. Denn auch Zeitungen und Zeitschriften müssen gestaltet werden, ebenso wie Flyer, Bücher oder Illustrationen zu allen erdenklichen Inhalten. Überall hier ist ein Grafik-Designer gefragt, der nicht nur die Grundlagen der Gestaltung perfekt beherrscht, sondern außerdem in der Lage ist, mitunter auch komplizierte Inhalte anschaulich und übersichtlich darzustellen.

Nicht nur sehen, auch verstehen

Im Grafik-Design ist demnach durchaus auch Köpfchen gefragt, wenn es darum geht, eine Fülle von Informationen zu filtern, zu strukturieren und Sachverhalte nachvollziehbar sichtbar zu machen. Nicht selten muss der Grafik-Designer zunächst wichtige Überzeugungsarbeit bei seinem Auftraggeber leisten. Dieser sieht oftmals alle Aspekte seiner Tätigkeit als gleichwertig an und kann mitunter wollen, dass zu viele Elemente gleichzeitig aufgenommen werden sollen.

Hier ist es die Aufgabe des Designers, die Psychologie der Gebrauchs-Grafik zu vermitteln, die in aller Regel eher weniger als mehr Informationen empfiehlt.

Bewegt, dreidimensional oder ganz anders

In den letzten Jahren ist der Trend klar in Richtung auf animierte Grafiken im Internet und bei Anwendungen gegangen. Auch das ist ein Einsatzbereich, auf den man sich als Grafik-Designer spezialisieren kann. Dieser kann sich dann unter Umständen sogar im TV oder im Kino abspielen, denn auch hier werden natürlich Grafiken und Animationen benötigt. Sei es als Vor- oder Abspann von Filmen und Sendungen, oder wiederum zur Illustration von Sachverhalten.

Nicht selten sind die Grenzen inzwischen fließend. In Spielfilme werden Animationen eingebaut, Filmsequenzen laufen in Computerspielen gleichberechtigt mit der künstlichen Umgebung mit. Oft ist es nur noch dem Grafik-Designer selbst bekannt, welche Szenen in diesen Bereichen animiert sind und welche nicht.

Sonderfall Verpackungsdesign

Ein weiteres Feld, in dem Grafik-Design von wesentlicher Bedeutung sind, ist etwa das Verpackungsdesign. Form, Größe und Material des eigentlichen Behältnisses wird in der Regel von spezialisierten Designern erschaffen. Die Aufdrucke oder Aufkleber jedoch kreiert ein Grafik-Designer. Hier besteht die besondere Herausforderung darin, auf extrem begrenztem Platzangebot alle relevanten Informationen unterzubringen.

Im Gegensatz zu manchen anderen Entwicklungen, ist hier oft vorgeschrieben, was alles auf dem Produkt stehen muss, etwa die Menge des Inhaltes, Inhaltsstoffe, Anschrift des Herstellers und vieles mehr. Der Grafik-Designer sorgt dafür, dass trotz der vielen Angaben ein ansprechend wirkendes Produkt zustande kommt.