CP Grafik Design – Gestalterische Grundlagen

Zahlreiche Vorlagen, Templates und einfach zu bedienende Programme gaukeln Benutzen heutzutage vor, Grafik-Design sei nicht schwierig und könne von jedermann im Vorbeigehen erledigt werden. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Die Tatsache, dass fast jeder heute in der Lage ist, brauchbare Visitenkarten oder Internetseiten zu erstellen, ist im Wesentlichen der sorgfältigen Vorarbeit von Grafik-Designern und Programmierern zu verdanken.

Häufig liegen den Design-Möglichkeiten so genannte Templates zugrunde. Das sind Vorlagen, die eigene Gestaltung ermöglichen, aber bestimmte Rahmenbedingungen vorgeben, wie beispielsweise eine eingeschränkte Farbwahl, bestimmte Schrifttypen oder Formate. Mittels dieser Matritzen kann man sich für ein allgemeines Aussehen seines Endproduktes entscheiden, dieses aber dennoch im Rahmen der gestatteten Änderungen individualisieren, etwa mit einem eigenen Logo und eigenem Bildmaterial.

Häufige Fehler beim Grafik-Design

Diese Hilfe ist sehr wertvoll, denn sie erlaubt es, auch wenig technik- oder grafikaffinen Menschen mit vergleichsweise wenig Aufwand ein vorzeigbares Ergebnis zu erschaffen. Viele Leute machen sich dieses begleitete Designen aber nicht bewusst und tun entsprechend den Beruf des Grafi-Designers als nicht ganz ernst zu nehmen ab. Das ist nicht nur unfair, sondern schlicht falsch.

Es gibt bestimmte Grundlagen, die ein jeder Grafik-Designer in seiner Ausbildung lernt. Dazu gehört die Aufteilung des zur Verfügung stehenden Platzes ebenso wie die Auswahl von passenden Schriften und deren Größe. Auch die Farbgestaltung spielt eine große Rolle beim Grafik-Design, und zwar nicht nur in Hinblick auf die Schönheit des Ergebnisses. Farben, ebenso wie Formen und die Auswahl von Bildmotiven sprechen auch unsere Emotionen an. Und diese Tatsache kann schließlich dazu genutzt werden, bestimmte Effekte beim Konsumenten zu bewirken.

Wer allerdings so viele Effekte wie möglich aus seinem Grafik-Programm in seinem Machwerk verwenden will, riskiert, dass das Ergebnis den Betrachter überfordert. Zu viele Farben, zu wenig freie Fläche, an der sich das Augen orientieren kann, die Verwendung von zahlreichen verschiedenen Schriften und abenteuerliche Platzierungen von Elementen auf einer Fläche wirken unruhig, unprofessionell und im schlimmsten Fall wirken sie abstoßend. Alles nichts, was ein Designer üblicherweise bei seiner Zielgruppe erreichen will.

Weniger ist mehr

Auch – und vielleicht sogar vor allem – im Bereich des Grafik-Design ist viel nicht immer gleich gut. Oft muss man einen Teil der Information, die übermittelt werden soll, weglassen, oder doch zumindest untergeordnet behandeln, weil andernfalls sämtliche Information untergehen würde. Nicht jeder Zentimeter einer Anzeige oder einer Webseite muss mit irgendetwas zugepflastert werden, nur weil dort noch Platz ist. Und nicht jedes Werbebild muss auf ein und derselben Seite verwendet werden, nur weil es nun einmal existiert.